Bund
Der Bundeshaushalt 2023, aufklappbar bis zum einzelnen Titel
25 Einzelpläne, 4.405 Titel. Danach ist Schluss: der Titel nennt den Zweck und den Betrag, nie den Empfänger.
Ausgaben 2023 (Soll)
461,2 Mrd €
Größter Einzelplan
36,0 %
Bundesministerium für Arbeit und Soziales — 166,2 Mrd €
Bundesschuld
40,5 Mrd €
8,8 % des Haushalts, im Wesentlichen Zinsen
Abweichung Ist zu Soll 2023
−3,5 Mrd €
Ist 457,7 Mrd € bei 461,2 Mrd € Soll
Haushaltsjahr
2023
Koalition
Nachtragshaushalt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15.11.2023 zum Klima- und Transformationsfonds
Herkunft 2023
Woraus der Bundeshaushalt tatsächlich besteht
Der Plan geht immer auf: was an Einnahmen fehlt, wird als Kredit gebucht und steht auf derselben Seite wie die Steuern. Daneben führt der Bund Sondervermögen mit eigenen Wirtschaftsplänen — im Haushalt stehen nur die Überweisungen dorthin, nicht das, was die Fonds ausgeben.
- SteuereinnahmenDer Anteil des Bundes, nach der Verteilung an Länder, Gemeinden und EU.356,32 Mrd €77,3 %
- Sonstige EinnahmenGewinnabführungen, Verwaltungseinnahmen, Rückflüsse, Erlöse aus Vermögen.77,48 Mrd €16,8 %
- Neue KreditegeliehenDie Nettokreditaufnahme, im Haushaltsplan als Einnahme gebucht.27,41 Mrd €5,9 %
Von den 461,2 Mrd €, die der Bund 2023 bewegt, sind 27,4 Mrd € geliehen — 5,9 %.
Gedruckt wird nichts davon. Geld schaffen kann in der Eurozone nur die Europäische Zentralbank, und sie darf Staaten nicht direkt finanzieren. Was hier über den Einnahmen liegt, ist geliehen und wird verzinst — die Zinsen stehen als Einzelplan 32 in demselben Haushalt.
Quelle: Bundeshaushalt digital (BMF) · Haushaltsjahr 2023 (Soll), Einnahmen · Stand 15.07.2025
Für 2023 veröffentlicht der Bund die Wirtschaftspläne der Sondervermögen nicht in vergleichbarer Form. Aufbereitet ist das Jahr 2026.
Fünf Jahre lang stand die Linie auf null — das war die schwarze Null. Was danach kam, steht hier ohne die Sondervermögen: die tauchen im Haushaltsplan nicht auf und fehlen deshalb auch in dieser Linie.
Der ganze Haushalt
Jede Fläche ein Einzelplan
Ein einziges Ministerium trägt 36,0 % des Bundeshaushalts. Fläche steht für Betrag — anklicken öffnet die Kapitel darunter.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
1114 Positionen166,23 Mrd €
36,0 %
Bundesministerium der Verteidigung
1412 Positionen50,12 Mrd €
10,9 %
Bundesschuld
322 Positionen40,53 Mrd €
8,8 %
Bundesministerium für Digitales und Verkehr
1221 Positionen35,58 Mrd €
7,7 %
Allgemeine Finanzverwaltung
603 Positionen28,83 Mrd €
6,3 %
Bundesministerium für Gesundheit
1511 Positionen24,48 Mrd €
5,3 %
Bundesministerium für Bildung und Forschung
305 Positionen21,46 Mrd €
4,7 %
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
0913 Positionen14,57 Mrd €
3,2 %
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
1710 Positionen13,57 Mrd €
2,9 %
Bundesministerium des Innern und für Heimat
0623 Positionen13,09 Mrd €
2,8 %
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
238 Positionen12,16 Mrd €
2,6 %
Bundesministerium der Finanzen
089 Positionen9,67 Mrd €
2,1 %
Auswärtiges Amt
057 Positionen7,48 Mrd €
1,6 %
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
256 Positionen7,33 Mrd €
1,6 %
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
1015 Positionen7,25 Mrd €
1,6 %
Bundeskanzler und Bundeskanzleramt
0413 Positionen3,90 Mrd €
0,8 %
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
1611 Positionen2,45 Mrd €
0,5 %
Deutscher Bundestag
026 Positionen1,14 Mrd €
0,2 %
Bundesministerium der Justiz
0710 Positionen1,01 Mrd €
0,2 %
Bundesrechnungshof
202 Positionen187,0 Mio €
0,0 %
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
212 Positionen45,7 Mio €
0,0 %
Bundespräsident und Bundespräsidialamt
014 Positionen45,0 Mio €
0,0 %
Bundesverfassungsgericht
192 Positionen40,5 Mio €
0,0 %
Bundesrat
032 Positionen39,7 Mio €
0,0 %
Unabhängiger Kontrollrat
222 Positionen16,4 Mio €
0,0 %
Quelle: Bundeshaushalt digital (BMF) · Haushaltsjahr 2023 (Soll) · Stand 15.07.2025
Plan gegen Wirklichkeit
Soll und Ist seit 2012
Beschlossen wird das eine, ausgegeben das andere. 2020 blieb der Bund 65 Mrd € unter einem Soll, das mitten in der Pandemie zweimal nachgetragen worden war — ein Plan, den niemand mehr ernsthaft als Obergrenze verstand.
Quelle: Bundeshaushalt digital (BMF) · Haushaltsjahre 2012–2027 · Stand 15.07.2025
Nach Zweck
Hauptfunktionen
Dieselben Ausgaben, nach Aufgabe statt nach Ministerium. Die Systematik, die den Vergleich mit Ländern und Kommunen überhaupt erst möglich macht.
Soziale Sicherung, Familie und Jugend, Arbeitsmarktpolitik
2214,18 Mrd €
46,4 %
Allgemeine Dienste
0108,72 Mrd €
23,6 %
Finanzwirtschaft
840,71 Mrd €
8,8 %
Bildungswesen, Wissenschaft, Forschung, kulturelle Angelegenheiten
133,48 Mrd €
7,3 %
Verkehrs- und Nachrichtenwesen
728,01 Mrd €
6,1 %
Energie- und Wasserwirtschaft, Gewerbe, Dienstleistungen
620,63 Mrd €
4,5 %
Gesundheit, Umwelt, Sport und Erholung
39,44 Mrd €
2,0 %
Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung und kommunale Gemeinschaftsdienste
43,91 Mrd €
0,8 %
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
52,13 Mrd €
0,5 %
Nach Art
Hauptgruppen
Woran das Geld gebunden ist. Der Anteil, über den ein Haushaltsgesetzgeber kurzfristig überhaupt entscheiden kann, ist kleiner als die Debatte vermuten lässt.
Ausgaben für Zuweisungen und Zuschüsse mit Ausnahme für Investitionen
6291,62 Mrd €
63,2 %
Sächliche Verwaltungsausgaben, militärische Beschaffungen usw., Ausgaben für den Schuldendienst
578,70 Mrd €
17,1 %
Sonstige Ausgaben für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen
855,81 Mrd €
12,1 %
Personalausgaben
441,67 Mrd €
9,0 %
Baumaßnahmen
75,31 Mrd €
1,2 %
Besondere Finanzierungsausgaben
9-11,90 Mrd €
-2,6 %
Zur Datenquelle
Die Zahlen kommen aus derselben Schnittstelle, die das Visualisierungswerkzeug des Bundesfinanzministeriums selbst abfragt — bundeshaushalt.de, beschrieben von bundesAPI. Abgerufen am 25. August 2026, letzte Änderung durch das BMF am 15.07.2025. Die Einzelpläne summieren exakt auf 461,21 Mrd €, die Titel exakt auf ihr jeweiliges Kapitel — gegengeprüft beim Abruf.
Ein Hinweis zum Jahresvergleich: Einzelpläne werden neu zugeschnitten. 2025 erschien erstmals ein eigener Einzelplan für Digitales und Staatsmodernisierung, mit 11,2 Mio € zunächst kaum mehr als ein Platzhalter; gefüllt wurde er im Jahr darauf mit Mitteln aus mehreren bestehenden Plänen. Eine Linie, die springt, ist deshalb nicht zwangsläufig eine politische Entscheidung — manchmal ist es nur eine neue Schublade.